Tim’s Take: Die Wellness-Retreat-Branche teilt sich zunehmend in zwei Richtungen. Klinisches Biohacking auf der einen Seite, tiefgreifende Erfahrungsreisen auf der anderen. Miss Sayé Yabandeh’s Sacred Ascension Journeys gehören klar zur zweiten Kategorie. Ihre Retreats in Costa Rica, der Mongolei und Bali verbinden Energiemedizin, Zeremonien und Gemeinschaft zu etwas, das eher einer Pilgerreise als einer Spa-Woche gleicht.
Ihre Sprache ist unverblümt spirituell, und das wird nicht bei jedem ankommen. Aber die transformativsten Wellness-Erlebnisse, die mir begegnet sind, passen selten in eine ordentliche Kategorie, und genau das ist meistens der Punkt.
Als globale Humanitärin, preisgekrönte Schauspielerin und Energiemedizin-Facilitatorin, die Tausende in über fünfundneunzig Ländern begleitet hat, habe ich etwas Wesentliches verstanden: Heilung findet sich nicht nur in Kliniken oder Zeremonien, sondern in der Art, wie wir durch die Welt reisen.
Reisen selbst kann ein heiliger Lehrer sein, ein Spiegel und eine Medizin.
Heilung findet sich nicht nur in Kliniken oder Zeremonien, sondern in der Art, wie wir durch die Welt reisen.
Ich wurde nicht in Stille hineingeboren. Ich wurde in eine Welt aus Lärm geboren, aus Konflikten, hastenden Schritten und rastlosen Gedanken.
Meine frühesten Erinnerungen sind Sirenen und der bebende Boden des Iran-Irak-Krieges. In der ersten Klasse, während andere Kinder an Schulbänken saßen, lernte ich Lesen und Schreiben aus einer einzigen Stunde Fernsehprogramm pro Tag, weil Bomben die Wände so heftig erschütterten, dass Klassenzimmer nicht geöffnet bleiben konnten.
Und doch, selbst damals, mitten in Trümmern und Angst, spürte ich einen Strom durch mich fließen. Ein Lied unter dem Chaos.
Eine Erinnerung daran, dass es etwas gibt, das beständiger ist als Zerstörung. Dieses Lied wurde mein Kompass und trug mich weit über Grenzen hinaus, in die hellsten und dunkelsten Orte dieser Welt.



Eine Reise durch Kontraste
Das Leben schenkte mir Kontraste, die so krass waren, dass ich mich manchmal fragte, ob ich mehrere Leben gleichzeitig lebte. Ich habe in Palästen gewohnt und bin durch Ruinen gewandert.
Ich bin aus Privatjets in die Arme des Luxus gestiegen und Augenblicke später auf ein Pferd gesprungen, um in den prestigeträchtigsten Arenen der Welt Polo zu spielen, dem Sport der Könige und Königinnen.
Ich habe mit Präsidenten gespeist, in Kreisen mit Dorfbewohnern gesessen und als Schauspielerin auf Bühnen gestanden, menschliche Geschichten für die Welt erzählend.
Vor Jahren krönte mich Sir Richard Branson zur „Woman of the World“ mit Worten, die ich nie vergessen werde: „Von einem Ritter an eine Königin.“ Es war mehr als eine Ehre. Es war ein Spiegel, eine Erinnerung daran, dass die wahre Krone nicht auf dem Haupt ruht, sondern im Herzen.
Ich habe alles gesehen, den Glanz, die Trauer, die Siege, die Wunden. Und ich kam zu der Erkenntnis, dass keine dieser äußeren Formen das Ziel ist.
Sie sind nur Durchgänge. Was bleibt, ist, wie wir uns durch sie hindurchbewegen, mit Anmut, mit Mitgefühl, mit Liebe.
Die Geburt von Sacred Ascension Journeys
Aus all diesen Erfahrungen entstand eine Vision. Während ich reiste, begann ich die Fäden miteinander zu verweben: die Gesänge himalayischer Mönche, die Wüstengebete, die Frauen im Feuerschein flüsterten, das Lachen von Kindern im Dschungel und die uralten Heilmittel, die durch jede Kultur pulsieren.
Ich erkannte etwas Tiefgreifendes. Reisen konnte weit mehr sein als Flucht. Es konnte Pilgerreise sein. Es konnte ein Weg der Erneuerung sein. Es konnte eine lebendige Zeremonie sein.
Und so entstanden die Sacred Ascension Journeys. Nicht als Retreats im üblichen Sinne, sondern als Zufluchtsorte, an denen die Seele sich an sich selbst erinnern kann.


Was wir auf diesen Reisen tun
In Costa Rica, der Mongolei, Bali und darüber hinaus kommen wir zusammen. Das Land selbst wird zum Lehrer. Wir wandern durch Wälder, tanzen an Wasserfällen, baden in eiskalten Flüssen und stehen unter Sternen, die uns an unseren Platz im Kosmos erinnern.
Wir atmen. Wir singen. Wir fallen in Stille. Wir tauchen ein in die Medizin von Natur und Gemeinschaft. Jedes Ritual, jede Praxis ist eine Einladung, das loszulassen, was uns beschwert, und in das aufzusteigen, was wir wirklich sind.
Ich habe gesehen, wie Tränen zu Befreiung wurden, Lachen zu Medizin und Fremde zu Verwandten. Eine Frau, die jahrzehntelange Trauer in sich getragen hatte, ließ ihre Tränen ins Meer fließen und spürte zum ersten Mal, wie ihr Körper leichter wurde.
Ein Mann, der die Freude vergessen hatte, entdeckte sie wieder im Tanz am Feuer. Diese Momente sind nicht flüchtig, sie sind Tore.
Das lebendige Geschenk der Energiemedizin
Unter all dem fließt ein Strom, der seit meiner Kindheit in mir lebt. Ich nenne ihn Energiemedizin, und doch ist es nichts, das ich studiert oder erworben habe, sondern ein lebendiger Strom, der sich in mir immer weiter entfaltet.
Als ich mich nach innen wandte und auf die stille Stimme des Ewigen hörte, wurde dieser Strom größer als ich selbst. Heute ermöglicht er mir, große Gruppen auf der ganzen Welt zu halten und zu begleiten und etwas zu übertragen, das Worte allein nicht tragen können.
Energiemedizin erinnert mich daran, dass Heilung nicht linear ist. Sie ist ein Rhythmus, ein Puls, eine Resonanz, die durch uns alle fließt. Wenn ich vor einem Kreis stehe, spüre ich, wie sich das Feld öffnet und anhebt, nicht von mir, sondern durch mich.
In diesem Moment wird die Gemeinschaft selbst zum Heiler, die Natur zur Lehrerin und Erinnerung unvermeidlich.
Reisen als heiliger Weg
Für mich war Reisen immer mehr als Bewegung. Es ist Medizin. Jede überquerte Grenze, jede angenommene Kultur ist eine Initiation in tieferes Mitgefühl.
Die Berge, Flüsse und Wüsten sind keine Kulisse, sie sind lebendige Wesen, die uns zu uns selbst zurückführen.
Wenn wir bewusst reisen, konsumieren wir keine Orte, wir werden von ihrer Weisheit durchdrungen. Wir kommen nicht als Touristen an, sondern als Pilger. Wir gehen nicht nur mit Erinnerungen, sondern mit Transformation.


Das Geschenk einer Königin
Von den kriegszerstörten Straßen meiner Kindheit bis zu den glitzernden Arenen der Könige, von Privatjets bis zu bescheidenen Heilungskreisen, ich bin viele Wege gegangen. Jeder einzelne hat mich darauf vorbereitet, jetzt hier zu stehen, nicht als Schauspielerin, nicht nur als Humanitärin, nicht einmal als Facilitatorin, sondern als Frau, die gesehen, gefühlt, durchgehalten und sich erhoben hat.
Sacred Ascension Journeys sind die Krönung dieses Weges. Sie sind mein Geschenk an die Welt. Eine Einladung zur Rückkehr, zum Herzen, zum Atem, zur ewigen Wahrheit, dass wir nicht getrennt, sondern ganz sind.
Abschließende Reflexion
Wir leben in einem Zeitalter der Information, aber ich habe erkannt, dass Information ohne Verkörperung hohl ist. Wahrheit wird nicht in Bibliotheken aus Worten bewahrt, sie offenbart sich in Präsenz, in Frequenz, in der Art, wie wir dem Leben begegnen.
Die Frequenz, die ich trage, geht über Methode oder Tradition hinaus. Sie hängt nicht von Gewändern, Ritualen oder Gebeten ab. Sie ist das Feld der Wahrheit selbst. Die stille Kraft, die Erinnerung weckt und uns zur Ganzheit zurückruft.
Das ist mein Geschenk an die Welt: keine Technik, der man folgt, sondern eine Präsenz, die man spürt. Eine Frequenz, die jede Seele dort abholt, wo sie steht, und sie einlädt, in die Fülle ihres eigenen Lichts aufzusteigen.
Mit unendlicher Liebe aus meinem Herzen
Miss Sayé



